Auswirkungen des Spam
Die Auswirkungen von Spam sind nicht nur in finanzieller Hinsicht gravierend. Der auf Junk rückzuführende Schaden bezieht sich oft auf die Bearbeitung und Bekämpfung der überflüssigen Nachrichten, sowie auf die Datenmengen, die beim Versand übertragen werden.
So kostet zu aller erst einmal das Lesen und Aussortieren von Spam-E-Mails sehr viel Arbeitszeit, die in ökonomisch sinnvollere Arbeiten gesteckt werden könnte. Desweiteren werden Spamfilter programmiert, installiert, gewartet und beschafft um Junk von dem Eintritt in den Posteingang zu hindern. Leider funktionieren diese Filter nicht bei allen Nachrichten. Viele Unternehmen und Provider rechnen die Kosten für den Internetanschluss nicht nach der Zeit ab, sondern nach der Datenmenge, die während eines bestimmten Zeitraums verbraucht wurde. Somit entstehen für jede Spam-E-Mail unnötige Aufwendungen. Desweiteren wird durch den erhöhten E-Mail-Verkehr eine höhere Anzahl von Servern, zur Gewährleistung des einwandfreien Betriebs des Netzwerks, zur Bearbeitung der Nachrichten notwendig, was wiederum neue Kosten erzeugt. Im Falle von Fax-Spam entstehen auch noch große Kosten auf Grund der Tinte und des Papieres, das zum Druck des Junk aufgewendet werden muss.
Der weltweite Energieverbrauch, der auf Spam zurückzuführen ist, wird jährlich auf etwa 33 Milliarden Kilowattstunden geschätzt, Tendenz steigend. Allein in den USA wird mit einem Schaden von etwa 22 Milliarden US-Dollar (ca. 17 Milliarden Euro) Schaden pro Jahr gerechnet. Die Anzahl der Stunden, die zum Lesen und Löschen von Spam-Mails verwendet wird, beläuft sich weltweit auf schätzungsweise 100 Milliarden Stunden. Spam macht mittlerweile mehr als 90% des gesamten E-Mail-Volumens aus.