Gegenmaßnahmen gegen Spam

Um die Internetnutzer zu schützen entwickelte man viele Methoden, um Junk einzudämmen.

So bieten beispielsweise die meisten Instant Messenger (ICQ, Windows Live Messenger, etc.) die Möglichkeit, nur Nachrichten von vorher genehmigten Kontakten anzunehmen. Mit ähnlichem Verfahren funktionieren auch einige Chatrooms, sodass nicht angemeldete Nutzer sich nicht mit Mitgliedern unterhalten können.

Weil der Versand von kommerziellen Spam (mit werbendem Inhalt) in vielen Länder, wie zum Beispiel in Deutschland, nicht erlaubt ist, kann man mittlerweile Spammer verklagen, sofern dieser rückverfolgbar ist. Da jeder Internet-Nutzer eine eindeutige IP erhält kann man den Versender ausfindig machen, sofern dieser nicht Werkzeuge zur Verschleierung der IP-Adresse verwendet. Jedoch muss hierbei der Internet-Provider des Spammers dessen Adressdaten herausgeben, was nicht immer möglich oder nicht immer durchgeführt wird.

hauptsächliche Bekämpfung von E-Mail-Spam findet derzeit mit Spam-Filtern statt. Mittlerweile gibt es eine große Zahl solcher Filter-Techniken, wobei beispielsweise Mozilla Thunderbird und Microsoft Outlook auf dem Bayesschen Filter basieren. Leider sind diese Filter aber nicht immer zuverlässig, sodass trotzdem Junk-E-Mails in den Posteingang gelangen können oder aber auch anders herum (normale E-Mails werden als Spam erkannt). Nur Filter, die speziell auf eine Nutzergruppe zugeschnitten wurden, haben höhere Erfolgsquoten, wobei jedoch noch immer 1% bis 10% des Spams in den Posteingang gelangen kann.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verschleierung der eigenen E-Mail-Adresse. So kann man beispielsweise für eine Wegwerf-Adresse verwenden (wie zum Beispiel auf Spambog.com), die zur Registration auf Internetseiten verwendet werden kann, jedoch nach einem Logout (auf Spambog) wieder gelöscht wird. So besteht nicht die Gefahr ungewollten Junk empfangen zu müssen. Man kann auch noch seine E-Mail-Adresse auf andere Art verschleiern, beispielsweise via CSS, welches Spammer aus Effizienzgründen meist nicht auswerten, da es zu umständlich wäre.

Desweiteren gibt es heutzutage kostenlose RBL-Server, welche Adressdaten von Spammern sammeln und veröffentlichen. So kann beim eingehen einer Mail zuerst auf einen diese Server zugegriffen und geprüft werden, ob es sich bei dem Versender um einen bekannten Spammer handelt. Falls dies der Fall ist wird die Annahme der E-Mail verweigert.

Das beste Verfahren Spam einzudämmen stellt jedoch wahrscheinlich der Rechtsweg dar. So kann man sich zuerst beim Provider beschweren, wenn man von einem seiner Kunden Junk erhält. Sollten keine Veränderungen eintreten, so kann man den Rechtsweg gehen und dadurch durch Verfahrenskosten und Ordnungsgeldern Spam zu einem unlukrativen Geschäft machen.

Seit dem 1.1.2007 gibt es auch eine Internet-Beschwerdestelle des Bündnispartners eco-Verband. Hier kann man sich über Spammer beschweren und auch rechtlich zum Thema Spam über die Verbraucherzentralen beraten werden.

Die effektivste Methode außerhalb Deutschlands hat wahrscheinlich Australien entwickelt. Jeder Australier kann ein kostenloses Programm, namens SpamMatters, verwenden um Spam-E-Mails als Junk zu kennzeichnen. Diese E-Mails werden dann der Telekommunikationsbehörde ACMA übermittelt und ausgewertet. Somit können Spammer einfach und schnell gefunden werden und den Strafverfolgungsbehörden gemeldet werden.