Durch Spam verursachte Kosten

Die Kosten, die E-Mails erzeugen ist enorm. Bereits auf der Startseite sind einige Zahlen aufgeführt worden, die ich nun vertiefen möchte.

Der Wirtschaftsausschuss der Europäischen Union schätzte die Kosten durch Junk für Internet-Nutzer bereits 2001 auf 10 Milliarden Euro jährlich ein. Seit 2001 sind diese Daten jedoch weiterhin erheblich angestiegen, sodass im Jahre 2007 allein für amerikanische Organisationen mehr als 13 Milliarden Dollar jährlich an Kosten entstehen, bei einer Berücksichtigung von geringerer Produktivität und den zusätzlich aufgewendeten Mitteln, wie zum Beispiel für Anti-Spam-Software oder zusätzliches Personal, die zur Bekämpfung von Spam eingesetzt werden müssen.

Die direkten Spam-bedingten Effekte sind ein höherer Verbrauch an Energie zum Betreiben von PCs und Netzwerken und ein hoher Zeitverlust für die Menschen. Weiterführend entstehen Kosten und Zeitaufwände für Personen und Firmen, die versuchen Spam einzudämmen, der Art und Weise wie eine Spam-E-Mail verschickt wird und über wie viele Server diese weitergeleitet wird. Da in Spam-Mails manchmal auch schädigende Dateien, wie zum Beispiel trojanische Pferde oder Viren, enthalten sein können, können diese weitere Schäden verursachen durch Diebstahl geistigen Eigentums, durch sogenanntes Phishing, bei dem in der Regel Passwörter zu Websites geklaut werden und damit Einkäufe oder Abbuchungen von Konten durchgeführt werden, oder auch durch Schäden die durch Viren oder Spyware und ähnlichem verursacht werden können.

Viele Empfänger von Junk sehen diesen hierbei als ärgerlich an, da beim Prüfen des Posteingangs sehr viele E-Mails gelöscht werden müssen. Desweiteren sind Spams häufig angreifend oder anstößig.

E-Mails jedoch sehr billig versendet werden können, wird die Zahl der Spammer immer größer. Trotz der großen Anzahl der versendeten Junk-Mails scheint dies marktwirtschaftlich sinnvoll für den Absender zu sein, da das Aufkommen von Spam weiter sehr stark wächst. Gerade wegen dieser großen und sehr billigen Verfügbarkeit an E-Mail-Adressen für Spammer genügt es, die Kosten durch Verkäufe wieder zurück zu erhalten, wenn die Anzahl der neu-gewonnen Klienten im Promille-Bereich liegt. Selbst wenn Spam in manchen Fällen unprofitabel sein sollte, werden bis zum Bemerken der schlechten Investition tausende E-Mails verschickt.