Andere Arten von Spam

Spamdexing

Unter Spamdexing wird das Suchmaschinen- und Index-Spamming genannt, welches ein höheres Ranking (eine höhere Platzierung) in Suchmaschinen erzeugen soll. Dadurch dass die Suchmaschinen einige bekannte Methoden nutzen, um herauszufiltern ob Internetseiten für eine Suche relevant sind. So wird durch das häufige Wiederholen von teilweise unrelevanten und nicht zum Thema passenden Sätzen und Wörtern, sowohl in Links, als auch auf den Internetseiten, die Relevanz für bestimmte Suchbegriffe künstlich erhöht. Früher wurde häufig hierfür auch unsichtbarer Text (z.B. weißer Text auf weißem Grund) verwendet, um die Suchmaschinen zu täuschen. Es wurden manchmal auch spezielle Seiten erstellt, die rein zum besseren Ranking in den Suchmaschinen ins Internet eingestellt wurden. Ein weiterer Trick, den zum Beispiel auch Ebay einst nutzt, war, lediglich dutzende Leerzeilen unter die Startseite zu machen. Kaum ein Kunde kam auf die Idee bis ganz nach unten zu scrollen, wo sich die Keywords (für eine Suche für die Website relevante Wörter) massenhaft befanden. Nachdem Google jedoch viele Webseiten aus Ihrem Suchmaschinenangebot strichen, ging jedoch der versteckte Text auf Internetseiten zurück. Desweiteren wird das unnötige, wiederholte Setzen von Links beispielsweise in Foren, auf Blogs und ähnlichem als Spam bezeichnet.

Eine neue Spamming-Methode um eine gute Platzierung in den Suchmaschinen zu erhalten ist Wiki-Spam. Hierbei wird versucht die Linkpopularität durch Links auf verschiedenen Wikipedia-Seiten zu erhöhen und somit ein besseres Ranking zu erzielen. Das deutschsprachige Wikipedia hat jedoch auf diesen Trend reagiert und bewirkt mit dem Hyperlink-Attribut rel="nofollow", dass ein Link auf Wikipedia für Suchmaschinen nicht relevant ist.

Sonstiges

Unter SPOM versteht man Spam der auf ein Mobiltelefon gesendet wird. Somit wird neuerdings auch die Kommunikation per Handy damit beeinträchtigt und man erhält unerwünschte Nachrichten via SMS (Short Message Service). So ist bereits 90% des Nachrichtenaufkommens in Japan bedingt durch Junk.

Auch andere Programme zur Kommunikation im Internet leiden unter Spam. So gibt es für Programme wie ICQ oder IRC-Chats sogenannte Bots, die sehr viele Nachrichten innerhalb kürzester Zeit an verschiedene Nutzer dieser Programme senden können. Deshalb wurde auf vielen Webseiten eine sogenannte CAPTCHA-Eingabe erforderlich, da viele Spam-Mails verschickt wurden.

Auch die Video-Portale, wie YouTube, leiden an den Folgen durch Spam. So wurden in letzter Zeit häufig Bots verwendet um Nachrichten abzuschicken oder Kommentare zu Bilder abzugeben, die normalerweise Links zu Seiten mit pornographischen Inhalt oder Online-Dating-Sites oder ähnlichem setzten.