Zukünftige Entwicklung des Spam

Da das Aufkommen von Junk in den letzte Jahren exponentiell anstieg wird ein immer größer werdender Aufwand beitrieben, Spam einzudämmen, wobei Spammer jedoch versuchen auch weiterhin immer mehr E-Mail-Adressen zu erlangen. So wurde im November 2008 eine kalifornische Webhosting-Firma vom Netzwerk getrennt, weil viele Spammer die Hosting-Angebote dieses Providers für Bot-Netzwerke missbraucht wurde. Die Folge daraus war, dass das Spam-Aufkommen stark zurückgegangen ist.

Die Aufwände zur Bekämpfung von Junk sind unter Anderem die Programmierung von Filtern, welche Mails überprüfen sollen und bei Spam-Verdacht aussortieren. Desweiteren wurde auch die Mail-Adresse oft auf Gültigkeit überprüft. Provider haben teils auch verschiedene Ports (vor Allem Port 25)gesperrt, um die Versendung von Würmern einzudämmen. Auch einige Server, von denen bekannt war, dass diese Spam-E-Mails verschicken, wurden gesperrt.

Jedoch sind die Spammer auch an einer weiteren Verbreitung von Junk interessiert weshalb Sie zu den oben genannten Bekämpfungsmethoden immer wieder neue Schlupflöcher für Spam entdeckten und entwickelten. So wurden in Werbe-Spam gewollte Rechtschreibfehler implementiert oder häufig Bilder im GIF-Format versendet, wobei Filter diese E-Mails nicht als Junk identifizieren können. Mit trojanischen Pferden haben Spammer versucht in private Computer einzudringen und von diesen dann Spam zu verschicken.

Da man nur mit diesen kleinen Veränderungen kaum einen Einfluss auf das Spam-Aufkommen hat, da immer wieder neue Entwicklungen der Spammer diese Maßnahmen umgehen, versucht man es nun mit neuen Lösungsansätzen zur Beseitigung des Problems. So will man den bisherigen Standard bei der Übertragung von E-Mails SMTP durch eine neuere Mail-Übertragungsmethode ersetzten. So arbeitet sowohl die IETF (Internet Engineering Task Force) als auch große Mail-Provider an einem neuen Standard. Ein erster Erfolg stellt hierbei SPT (Sender Policy Framework) dar, das das Fälschen der Absenderinformationen erschwert und einen DNS-TXT-Eintrag benötigt.

Ein weiterer Lösungsansatz ist das sogenannte Hashcash. Beim Hashcash wird jede E-Mail mit einem Header, vergleichbar mit einer Briefmarke, versehen, wobei das "Porto" der Briefmarke eine zusätzlich investierte Zeit von einigen Sekunden zur Erstellung eines Tokens darstellt. Das Ziel hierbei ist, dass Spammer, die Millionen E-Mails schnell verschicken können pro E-Mail eine Zeit von 10-30 Sekunden zum Versand einer E-Mail benötigen, wodurch Massen-E-Mails stark eingedämmt werden können.